Sonne, Strand und Polizeistation…

Jetzt war es eine Weile still seit unserem letzten Beitrag aus Berat.
Das hat verschiedene Ursachen. Nach der Kälte der letzten Wochen war ich nach Berat erst einmal an einem Tiefpunkt. Mein Körper hat mir immer mehr Schmerz gesendet, ein deutliches Zeichen, etwas verändern zu müssen. Die Nächte waren selbst im Hostel sehr kalt und meist habe ich mit Fleecejacke und Schal geschlafen. Meine Muskeln reagieren darauf sehr sensibel. Also brauchten wir dringend einen weiteren Blick auf die Wetterkarte. Eine Bekannte von facebook schrieb dann : „Kommt nach Griechenland – hier ist die Sonne:)“
Also beschließen wir, Albanien vorerst zu verlassen, obwohl wir uns gerade etwas eingeschwungen haben. Keine leichte Entscheidung, da wir uns mit Griechenland vorher gar nicht auseinandergesetzt haben. Doch wieder ist aufgrund der Ist – Situation unsere Spontanität gefragt.
Die Fahrt zur griechischen Grenze ist schließlich sehr aufregend. Starker Schneefall und Serpentinen, die uns an Österreich erinnern, tun sich auf. Kaum kann ich mir nur im Ansatz vorstellen, dass an unserem nächsten Stellplatz die Sonne wartet. Doch am Porto Palermo angekommen, empfangen uns bereits 10 Grad, mildes Klima, ein wundervoller Strand und eine geniale Burgkulisse. Griechenland ist noch ca. 20 km entfernt und wir können Korfu bereits erblicken…
Der Grenzübertritt am nächsten Mittag – nach einer Klasse Burgführung – ist ziemlich simpel und wir finden einen Stellplatz direkt am Wasser.
Die Stimmung bei uns wird augenblicklich ausgelassener. Jorma und ich juchzen laut miteinander, werfen Steine und Stöcke ins Meer. Hier finden wir endlich die Bedingungen, die wir uns zu Hause erträumt haben.

Stille – Meeresrauschen – Wärme – Natur pur.

Am Morgen bekommen wir Besuch von einer Ziegen – und Schafherde. Den dazugehörigen Schäfer können wir mit einem Raki erfreuen, den wir auf der Reise geschenkt bekommen haben:)
Doch seht selbst:

Versteh mich nicht falsch an dieser Stelle. Natürlich waren die Reiseerfahrungen der letzten Wochen unglaublich wichtig und häufig überwältigend, vor allem durch die Schönheit der Landschaften. Allerdings erschweren Kälte und Schnee zumindest bei mir, die Aufnahmefähigkeit, da ich körperlich so zu kämpfen habe. Es macht sich nun mit endlich steigenden Temperaturen mehr Entspannung bemerkbar und eine große Dankbarkeit erfüllt  mich.
Tag 2 bleiben wir nochmal und genießen…
Tag 3 finden wir einen wunderbaren Stellplatz oberhalb der Klippen nahe Ammoudia in einem herrlichen Kiefernwald. Fast verwechsle ich die Kulisse mit den Kreidefelsen an der Ostsee…

Die Abwechslung hier schon zu Beginn von Griechenland – genial.

Tag 4 wieder ein Platz direkt am Meer. Jorma spielt mit den immer größer werdenden Wellen – Tilo kommt aus dem Fotografier Eifer nicht mehr heraus – ich nehme mir Zeit für köstliche Leckereien aus unserem Omnia -Backofen.

Weiter gehts Richtung Patras.
Gut gelaunt bei bestem sonnigen Wetter ziehen wir weiter Richtung Korinth, wo wir meine Bekannte treffen wollen, um uns persönlich kennenzulernen.
Doch dann wird uns eine Pipipause zum Verhängnis – als wir zurückkommen, ist der Bus aufgebrochen und wirklich wichtige Utensilien, wie mein Handy und Visacard entwendet. Für mich, die sonst immer alles mitnimmt, folgt eine Phase der Selbstvorwürfe und Erstarrung. Auch ein Grund meiner Schreibpause. Und so landeten wir an dem Tag nicht an einem weiteren tollen Stellplatz bei Mesolonghi, sondern auf der Polizeistation von Agrinion.

Glückliche Umstände lassen uns bei einer Familie in der Nähe von Agrinion unterkommen, die uns helfen wollen, bis wir unsere neu organisierten Dokumente aus Deutschland bekommen. Und so schnell geht es dann manchmal mit einer Hilfe gegen Hand – Stelle… Doch diese Erfahrung ist bestimmt einen neuen Blogbeitrag wert.

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