Loslassen von so vielem…

Nun habe ich tatsächlich bereits im Jahr 2016 vieles losgelassen – auch im Hinblick auf ein mögliches Reisen. Zu dem Zeitpunkt planten wir unsere Pilgerreise und die Auflösung unserer wunderschönen 100m² Altbauwohnung in Suhl – unserem Nest.  Ich bin damals  immer mit einem suchenden Blick durch die Wohnung gegangen – alles was ich angefasst habe, wurde gecheckt. Bringt das noch was bei Ebay? – Verschenken? – Gib und Nimm Markt? Ein langsamer und stetiger Prozess. Nachdem wir die Wohnung aufgelöst haben, sind wir 1 Woche zu einer lieben Freundin gezogen und dann am 2.5. 2016 Richtung Görlitz aufgebrochen.

Jetzt – 1,5 Jahre nach dem Pilgern, dem ruhigen Leben im Gartenhaus am Waldrand – stand wieder ähnliches an. Ziemlich schnell wurde uns klar, die Restsicherheit mit Zwischenvermietung geht nicht auf. Nun haben wir wieder verkauft, geräumt und sortiert.

Am Schwersten fiel uns tatsächlich der Verkauf unseres Bauwagens und der von meinem bisherigen Lieblingsauto – einem türkisfarbenen Roomster. Jorma meinte, dass nun das Wohnmobil und der Roomster Freunde geworden seien und die Trennung sicher auch keine gute Idee ist… Trotz Vorfreude auf die Reise hatten und haben wir alle Drei immer wieder schmerzvolle Momente.

Am letzten Samstag haben wir das Gartenhaus übergeben – alles beräumt und da waren auch ein paar Tränen des Bedauerns und natürlich der Ungewissheit – Was kommt nun?

Das Leben im Wohnmobil habe ich mit Jorma bereits 4 Monate getestet – doch immer gab es ein Zurück zu Tilo – zu unserem Zuhause. In den letzten Tagen haben wir uns immer mal überrascht angeschaut, wenn es im Gespräch hieß: „Das ist  zu Hause geblieben…“

Freilich sind nicht nur materielle Dinge zu Hause geblieben – auch Familie – Magnus – Tilos größerer Sohn, liebe Freunde, die trotz unserer Veränderung immer zu uns halten… Ich bin sehr dankbar, dass wir einige Plätze wissen, an denen wir jederzeit herzlich Willkommen sind.

Vielleicht denkst Du jetzt, dass klingt doch ziemlich melancholisch – bereuen sie schon ihren Entschluss? Da kann ich – auch trotz der schon auftauchenden Herausforderungen der vergangenen 4 Tage sagen – NEIN.

Für mich macht es nur einmal mehr deutlich – wir machen hier keinen Urlaub. Wir suchen als Familie einen neuen Lebensmittelpunkt. Und das aus einer Haltung heraus, weil wir wichtige Überzeugungen und Erkenntnisse in Deutschland nicht umsetzen können. Dazu sicher später mehr.

 

 

 

 

 

 

3 Comments

  1. Auf eurer Reise 🚐 wünschen wir euch ganz viel Freude, tolle Erkenntnisse, viele neue Kontakte zu Menschen und eine erlebnisreiche Zeit! Freuen uns eine Familie, die aus der gleichen Gegend ist, gefunden zu haben, die auch reisen möchte! Schaut doch mal bei uns vorbei: DieReiseRitter.wordpress.com

    Auf weitere Berichte sind wir sehr gespannt! Ganz liebe Grüße

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  2. Ihr Lieben, seid gewiß, daß ich im Stillen Euer Reisebegleiter und wißbegieriger Beobachter bin. Euer mutiger Weg ist für mich so nah und motivierend. Freue mich dennoch wieder auf ein gemeinsames Frühstück in unserem Suhler Garten Eure Margitta

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